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Mai 07

John Le Carre – Der Spion, der aus der Kälte kam

Autor:
John Le Carre
Price:
TB: 8,95 €

Reviewed by:
Rating:
4
On 7. Mai 2014
Last modified:16. September 2014

Summary:

Spannung: 4 von 5,
Handlung: 4 von 5,
Humor: 0 von 5,
Charaktere: 4 von 5,
Gewalt: 1 von 5

John le Carre - Der Spion der aus der Kälte kam

John le Carre – Der Spion der aus der Kälte kam

Dieses Buch von John Le Carre aus dem Jahre 1963 gilt als einer der größten Spionageromane aller Zeiten.

 

Zum Buch:

Alec Leamas arbeitet für den britischen Geheimdienst und ist zuständig für Ostdeutschland. In letzter Zeit sind ein paar der von ihm betreuten Agenten in der DDR aufgeflogen und getötet worden. Zu seinem Entsetzen muss Leamas mit ansehen, wie sein erfolgreichster Spion bei einem Fluchtversuch erschossen wird. Die Zentrale beordert ihn daraufhin nach London zurück. Aber nicht, wie er vermutet, um ihn kalt zu stellen, sondern Leamas soll die Hauptrolle in einem groß angelegten Gegenschlag spielen.

 

John Le Carre besticht in diesem Buch mit einer sehr dichten, ja fast kammerspielartigen, Atmosphäre. Man ist ganz nah an der Figur des Alec Leamas, wird mit ihm zusammen in ein verwirrendes Spionagespiel geschickt. Der Schreibstil ist kühl und sachlich und wird abgerundet durch eine Melancholie, die scheinbar über allen Figuren schwebt.

Der Autor selbst war für die Britten im diplomatischen Dienst tätig und dieses „Insiderwissen“ merkt man dem Buch an. Die Story wirkt absolut glaubwürdig und überzeugend. Auf jeder Seite kann man sich vorstellen, dass die Geheimdienste genauso im Kalten Krieg gearbeitet haben. Dabei kommt die Story anfangs überraschend schlicht daher, aber das täuscht, denn in diesem Buch ist nie etwas, wie es zuerst erscheint.

Die Figuren in diesem Buch agieren glaubwürdig und überzeugend. Zu den wichtigen Personen gibt es immer noch eine ausführlich erzählte Hintergrundgeschichte. Diese hat genau die richtige Länge, um der Person eine gewisse Tiefe zu verleihen und es dabei schafft, nicht langweilig zu werden. Am besten lernt man die Personen allerdings durch die wunderbaren Dialoge im Buch kennen. Dort erkennt man als Leser, dass die Grenze zwischen Gut und Böse nicht so leicht zu ziehen ist, wie bei einem Bauwerk in der Größe einer Mauer.

Es wird natürlich auch auf die verschiedenen Ideologien vor und hinter dem eisernen Vorhang eingegangen. Der Autor enthält sich dabei der Wertung, bleibt immer sachlich bei der Meinung seiner erzählenden Figuren. Trotz aller vermeintlichen Unterschiede muss man als Leser erkennen, dass beide Geheimdienste gleiche Ziele haben und für beide am Ende nur das Ergebnis zählt. Unabhängig,  wie viele Menschenleben es fordert.

 

Zusammengefasst:

Ein Spionageroman, der seinesgleichen sucht. Absolut Lesenswert.

 

Aus der Redaktion:

Ähnlicher Autor: Frederick Forsyth, Graham Greene

Ähnliches Buch: Unser Mann in Havanna – Graham Greene

Interessanter Fakt: Das Buch ist 1965 mit Richard Burton in der Hauptrolle verfilmt worden.

Verfilmung:

Musikempfehlung:


iTunes Musikempfehlung:

Spannung: 4 von 5, Handlung: 4 von 5, Humor: 0 von 5, Charaktere: 4 von 5, Gewalt: 1 von 5

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